Sustainable Prompting mit Copilot: Wie nachhaltige KI-Nutzung wirklich aussieht

M365 Copilot - Sustainable Promting

Künstliche Intelligenz ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken – ob im Job, beim Lernen oder privat. Doch mit dem Boom der KI rückt eine Frage immer stärker in den Fokus: Wie nachhaltig ist der Einsatz von Tools wie Copilot eigentlich?

Aktualität

Warum ist das Thema so aktuell?

Der Einsatz von KI wächst rasant und damit auch ihr Energie- und Ressourcenverbrauch. Unternehmen, Medien und Politik diskutieren weltweit, wie wir die Vorteile von KI nutzen können, ohne dabei Umwelt  und Klima aus dem Blick zu verlieren. Gerade jetzt, wo KI-Modelle wie Copilot in Millionen von Unternehmen und Haushalten täglich im Einsatz sind, ist nachhaltige Nutzung wichtiger denn je.

Forschung

Von Readiness Assessment bis Umsetzung

KI braucht Strom, Wasser und verursacht CO₂ und das nicht zu knapp. Eine aktuelle Studie von Jegham et al. (2025) hat erstmals den ökologischen Fussabdruck von KI-Anfragen auf den Punkt gebracht. Das Ergebnis:

  • Eine einzige Copilot-Anfrage mit GPT-4o verbraucht rund 0.42 Wh Strom – das ist etwa 40 % mehr als eine Google-Suche.
  • Hochgerechnet auf 700 Millionen Anfragen pro Tag entspricht das dem Stromverbrauch von 35’000 US-Haushalten, dem Wasserbedarf von 1.2 Millionen Menschen und CO₂-Emissionen, für deren Ausgleich ein Wald in Chicago-Grösse nötig wäre.

Noch spannender: Nicht nur das Modell selbst, sondern auch die verwendete Hardware und das Rechenzentrum entscheiden über die Umweltbilanz. Moderne Hardware und erneuerbare Energie machen Copilot deutlich nachhaltiger.

Relevanz

Warum ist das relevant?

Viele denken beim Thema KI-Nachhaltigkeit nur an das Training grosser Modelle. Die Studie zeigt aber: Bis zu 90 % des Energieverbrauchs entstehen erst bei der Nutzung also bei jeder einzelnen Anfrage (Inference). Je mehr wir KI nutzen, desto wichtiger wird nachhaltiges Prompting.

Bedeutung

Was heisst «Sustainable Prompting» konkret?

Sustainable Prompting bedeutet, Copilot möglichst effizient zu nutzen also mit möglichst wenig Rechenaufwand das beste Ergebnis zu erzielen. Das schont Ressourcen und liefert oft sogar bessere Antworten.

Drei Tipps für nachhaltige Prompts:

  1. Klare, zielgerichtete Prompts: Je präziser die Frage, desto weniger Rechenaufwand.
  2. Kontext und Quellen angeben: So muss Copilot weniger «nachdenken» und liefert schneller das richtige Ergebnis.
  3. Unnötige Wiederholungen vermeiden: Jeder Prompt zählt also lieber einmal klar fragen als mehrfach nachbessern.

Kosten

Wie verteilen sich die Energiekosten?

Der Ressourcenverbrauch von Copilot ist nicht nur ein Nachhaltigkeitsthema, sondern hat auch eine wirtschaftliche Seite. Diese Ausgaben tragen zwar in erster Linie die Cloud-Anbieter, sie fliessen jedoch indirekt in Lizenz- und Betriebskosten ein. Für Unternehmen und Endnutzer bedeutet das: je effizienter ein Prompt, desto weniger Ressourcen werden verbraucht und desto nachhaltiger bleibt auch die Preisstruktur im Hintergrund. Nachhaltiges Prompting ist damit nicht nur gut für Klima und Infrastruktur, sondern langfristig auch wirtschaftlich sinnvoll.

Zukunft

Was bringt die Zukunft?

Die Studie macht deutlich: Die Infrastruktur hinter Copilot wird immer effizienter, aber der Gesamtverbrauch steigt mit der Nutzung. Microsoft setzt auf grüne Rechenzentren und erneuerbare Energie, doch auch wir als User können mit nachhaltigen Prompts einen Unterschied machen.

Fazit

KI ist ein mächtiges Werkzeug und nachhaltige Nutzung beginnt bei jedem einzelnen Prompt. Mit klaren, effizienten Fragen und einem Bewusstsein für den Ressourcenverbrauch können wir gemeinsam dazu beitragen, dass Copilot & Co. nicht nur smart, sondern auch nachhaltig bleiben.

Kontakt

Willst du mehr über Sustainable Prompting erfahren?

Marie Terrana

Business Consultant
Bachelor Internationale Betriebswirtschaft

marie.terrana@isolutions.ch
Marie Terrana