KRITIS 2026 – Resilienz statt Illusion: Souveränität real gedacht

Kritis Template

08. September 2026 @ 13.00 -  18.30

Digitale Souveränität ist zu einem zentralen Thema für die öffentliche Verwaltung und kritische Infrastrukturen geworden. Die Debatte bleibt jedoch oft abstrakt: Es wird über Datenstandorte, Cloud-Modelle und Anbieterabhängigkeiten gesprochen, aber zu selten über die konkrete Handlungsfähigkeit im Ereignisfall. KRITIS 2026 setzt genau dort an. Der Anlass zeigt, wie digitale Souveränität, Cyber-Resilienz und Führungsfähigkeit praktisch zusammenspielen. Im Zentrum steht nicht technologische Abschottung, sondern die Fähigkeit, Abhängigkeiten zu steuern, kritische Leistungen zu priorisieren und unter Druck entscheidungsfähig zu bleiben.

Gemeinsam beleuchten wir, wie Organisationen in Verwaltung und kritischen Infrastrukturen ihre Resilienz realistisch beurteilen, über Szenarien testen und mit Architektur, Governance und Betrieb wirksam verankern können.

Im Fokus stehen

  • reale Risiken wie digitale Abhängigkeiten, Lieferkettenrisiken und geopolitische Einflüsse
  • Führungsfähigkeit und Entscheidungsprozesse im Krisenfall
  • Architektur- und Governance-Ansätze für steuerbare digitale Abhängigkeiten
  • Szenarien und Übungen als Nachweis von Resilienz
  • erste Einblicke in das Innosuisse-Projekt RESILIENTIS

 

Architektur, Governance und konkrete Steuerbarkeit in der Praxis

Digitale Souveränität entsteht nicht allein durch Technologieentscheide. Sie entsteht durch die Fähigkeit, Abhängigkeiten transparent zu machen, Risiken zu bewerten, Zuständigkeiten zu klären und Handlungsoptionen im Ereignisfall verfügbar zu halten. Der Anlass verbindet drei Perspektiven:

  • Governance: Wer entscheidet im Krisenfall, mit welchem Lagebild und nach welchen Prioritäten?
  • Architektur: Welche Plattformen, Datenflüsse, Identitäten und Schnittstellen sind kritisch?
  • Resilienz: Welche Fähigkeiten wurden nicht nur dokumentiert, sondern unter realistischen Bedingungen getestet?

Damit wird der Bogen von digitaler Souveränität zur operativen Handlungsfähigkeit geschlossen.

 

Konkrete Ansätze aus der Praxis für Bund, Kantone und Städte

Der Fokus liegt auf der Frage, wie Organisationen ihre kritischen Leistungen auch dann aufrechterhalten können, wenn Plattformen, Kommunikationskanäle, Lieferanten oder Identitätssysteme beeinträchtigt sind. Mit dem Einblick in RESILIENTIS wird zudem aufgezeigt, wie Forschung, Praxis und Organisationen zusammenwirken können, um Resilienz messbarer und überprüfbarer zu machen.

Speakers

Dr. Marco Gruber

Partner & VRP, Databoat AG

Br aD Beat Eberle

CEO, Eberle Advisory GmbH

Prof. Dr. Mirjam Gruber-Durrer

Rechtsanwältin und Professorin für normatives Board Management, HSLU

Hosts

Roman Feierabend

Market Unit Lead Public Sector

isolutions AG

Dominik Steiner

Senior Account Manager - Public Sector

isolutions AG

Agenda
13.30 Eintreffen und Get together
14.00 Begrüssung und Einordnung
14.10 Realität der digitalen Souveränität
Roman Feierabend
14.30 Keynote
«Gouverner c'est prévoir»: Warum Resilienz zur Führungsaufgabe wird
Dr. Marco Gruber
15.00 Networking Break
15.30 Keynote
Krisen üben, bevor sie eintreten: Erkenntnisse aus KRITIS-Übungen zur Steigerung der Resilienz
Br aD Beat Eberle
16.00 Keynote
RESILIENTIS: Einblick in das Innosuisse-Projekt (Primeur)
Prof. Dr. Mirjam Gruber-Durrer
16.30 Paneldiskussion
Wie bleibt die Schweiz handlungsfähig?
Gäste: Roman Feierabend, Dr. Marco Gruber, Br aD Beat Eberle, Prof. Dr. Mirjam Gruber-Durrer
Moderation: Dominik Steiner
17.15 Zusammenfassung
17.30 Networking Apéro
19.00 Ende der Veranstaltung
Eckdaten

Datum

Dienstag, 08.09.2026

 

Sprache

Deutsch

 

Zielgruppe

Führungs- und Entscheidungspersonen der öffentlichen Verwaltung aus IT, Verwaltung, Beschaffung, Aufsicht und Politik auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene.

 

Ort

isolutions, Schanzenstrasse 4c, 3008 Bern

Anmeldung