Wenn Welten verschmelzen: Augmented Reality

Wenn Welten verschmelzen: Augmented Reality

Was wäre, wenn wir Daten genau dort sehen könnten, wo sie für uns am meisten Sinn machen? Augmented Reality verspricht genau das.

Im Sommer 2016 wurde die Schweiz von Pokémon Go überrannt. Genauer gesagt von den vielen Pokémon Go Spielern. Nebst dem Wiederauferstehen der Fantasiewesen beinhaltet das Spiel ein zweites spannendes Konzept, das zum ersten Mal so richtig breiten Einsatz fand: Augmented Reality. Nebst bemerkenswerten Ansammlungen von Spielern rund um Sehenswürdigkeiten, dürfte auch der Fitnesslevel unserer Bevölkerung um den ein oder anderen Indexpunkt gestiegen sein.

Mit Augmented Reality wurde die virtuelle Spielwelt von Pokémon mit der realen Welt verknüpft. Diese Verknüpfung ist jedoch nicht nur Spielen vorbehalten. Auch Unternehmen können ihre virtuelle Welt mit der realen Welt verknüpfen. Und das ohne Pokébälle und Pikachus.

Virtuelle Welt in Unternehmen?

Die virtuelle Unternehmenswelt sieht zugegebenermassen etwas anders aus als diejenige von Spielen. Sie besteht aus Daten. Daten über Maschinen und Anlagen, Prozesslandschaften, Dokumente und Finanzzahlen.

Viele der heutigen Objekte der realen Welt haben ein digitales Gegenstück. Sie sind mal am Computer geplant worden, haben einen Wartungsplan oder auch nur eine Seriennummer mit Ersatzteilen. Alle diese Daten machen die virtuelle Welt aus. Diese virtuelle Welt kann mit der realen Welt durch Augmented Realiy verschmolzen werden. Oder um dem eigentlichen Begriff Rechnung zu tragen: Wir erweitern die reale Welt mit Daten.

Unterschiedlichste Daten könnnen in Augmented Reality einen Mehrwert bringen: Von numerischen Daten über 3D-Modelle bis hin zu Anleitungen und Dokumenten.

Abbildung 1: Aspekte in Augmented Reality (eigene Darstellung)

Augmented Reality nützt in verschiedensten Bereichen

Mit Augmented Reality legen wir die Daten aus der virtuellen Welt auf die reale Welt. Zum Beispiel Daten von Sensoren oder auch gespeicherte Daten aus einem System. Caterpillar hat das visualisiert:

Weitere Anwendungsbeispiele gestalten sich daher so vielfältig, wie die Unternehmen und Menschen sind:

  • Navigation zu Fuss oder im Fahrzeug (Beispiel Google Maps AR, Beispiel SBB AR App)
  • Möblierung in einem Raum visualisieren (Beispiel IKEA App)
  • Visualisierung in der Schule und Ausbildung (Beispiel Oxford Atlas)
  • Gemeinsame Arbeit an 3D-Modellen, z. B. in der Gebäude-Architektur (Beispiel Modellvisualisierung)
  • Anprobieren von virtuellen Kleidern, Haarfarbe, Schminke etc. (Beispiel Haarfarbe)
  • Remote Support der Field-Force durch Experten aus der Zentrale oder von Kunden durch den Kundendienst (Beispiel ScopeAR)
  • 3D-Produktvisualisierungen im Marketing, z. B. an einer Messe oder einfach mit der Produktverpackung und dem Smartphone (Beispiel LEGO)
  • Anleitung zur Inbetriebnahme oder Wartung von Produkten als Einblendung auf dem Produkt selbst in 3D (Beispiel Reparatur)

Zurzeit sind die echten produktiven Augmented Reality Anwendungsfälle, die dem Kunden einen realen Nutzen bieten, eher noch selten. Es besteht deshalb ein gutes Zeitfenster, sich nebst dem Nutzen aus dem Anwendungsfall auch als innovativer Dienstleister zu positionieren.

... und was habe ich als Unternehmen davon?

Der Nutzen von Augmented Reality liegt jedoch nicht nur in der eigentlichen Anwendung selbst. Am Beispiel von Remote-Support und AR-Anleitungen lassen sich beispielsweise Field Force Organisationen komplett anders aufbauen und betreiben: Tiefes Fachwissen (teilweise im Schichtbetrieb nötig) muss nicht länger überall vor Ort sein, sondern kann durch Augmented Reality übermittelt werden. So verändern sich die Vor-Ort-Profile zu einer eher breiten Kompetenz und bei Bedarf wird spezifisches Wissen hinzugezogen. Anstatt dauerhaft vier Spezialisten vor Ort braucht es somit nur noch einen!

Weitere Nutzen-Dimensionen sind die Erhöhung von Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, Effizienzsteigerung in Prozessen und die Optimierung von SLAs bis hin zur Steigerung von Absatz, Markenwert und Image.

Die Hardware als Basis-Komponente

Um Augmented Reality umzusetzen ist aber auch entsprechende Hardware nötig:

  • Das Smartphone, welches gerade in der westlichen Welt stark verbreitet ist: Apple und Google bauen die Funktionalität von Augmented Reality laufend aus.
  • Spezifische AR-Hardware, wie die Microsoft HoloLens, welche preislich für den Privatgebrauch eher hoch angesiedelt ist, im Unternehmens-Kontext jedoch geprüft werden kann.
  • Einfachere Datenbrillen, die Daten in das Sichtfeld des Benutzers einblenden, diese aber nicht im Raum positionieren.
  • Kiosk-Systeme / AR-Installationen, die wie ein Spiegel sind, aber darin Daten einblenden.

Je nach Anwendungsfall und Ziel gilt es zu evaluieren, mit welcher Hardware was überhaupt erreicht werden kann. Der Reifegrad ist sehr unterschiedlich und muss in jedem Fall genau geprüft werden. Und natürlich gilt nach wie vor: Content is Key!

Möchten Sie Augmented Reality mal erleben? Wir haben eine HoloLens bei uns im Büro und laden Sie ein, diese auszuprobieren. Auf die HoloLens 2 warten wir noch, hoffen aber auch diese bald zu unserem Inventar zählen zu dürfen. Melden Sie sich bei mir, wenn Sie Augmented Reality live erleben möchten!

Bei Fragen und Anmerkungen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung. Zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren.

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