Microsoft Data Center in der Schweiz Teil 1: Azure Data Center Road Map – Interview mit Marc Holitscher

Von 19. Februar 2019 März 5th, 2019 News, Azure Cloud

Interview mit Marc Holitscher zum Swiss Data Center Teil 1

Dieses Jahr eröffnet Microsoft zwei Data Center in der Schweiz. Wann ist es soweit und welche Services werden angeboten?

Ich durfte verschiedene Gespräche mit Marc Holitscher zum Thema Swiss Data Center von Microsoft führen. Er ist National Technology Officer von Microsoft Schweiz und in seiner Funktion massgeblich am Roll-Out der Schweizer Data Center beteiligt. Die Erkenntnisse aus diesen Gesprächen möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. in einer Blog-Serie veröffentliche ich unsere Diskussionen thematisch geordnet:

  • Teil 1: Azure Data Center Road Map und Basis Informationen
  • Teil 2: Regulierte Industrien Teil 1: Finanz- und Versicherungsbranche
  • Teil 3: Regulierte Industrien Teil 2: Öffentliche Verwaltung
  • Teil 4: Security Part 1: Cyber Security
  • Teil 5: Security Part 2: Security aus Kundensicht

Azure Data Center Road Map und Basis Informationen

Kunden und Partner warten gespannt auf die Ankunft der Azure Cloud in der Schweiz. Wann ist es nun soweit?

Die ersten Azure-Dienste aus den Schweizer Datencentern sind für dieses Kalenderjahr angekündigt. Da es sich um ein komplexes Projekt handelt, kommunizieren wir den genauen Zeitpunkt der allgemeinen Verfügbarkeit nicht. Wir wollen keine falschen Erwartungshaltungen setzen.

Bis wann sind welche Services verfügbar?

Zum Start werden «Infrastructure as a Service» (VMs, Networking, Storage und Backup) sowie einige «Platform as a Service»-Komponenten wie Azure SQL DB oder Cosmos DB verfügbar sein. Weitere Azure Services werden kontinuierlich eingeführt. Danach folgen in Abständen von jeweils drei bis sechs Monaten die ersten Microsoft Office 365 sowie später Dynamics-Dienste mit lokaler Datenhaltung.

Gibt es Einschränkungen? Werden irgendwelche Services in der Schweiz nicht angeboten werden?

Es gibt nach wie vor Onlinedienste, die generell überregional betrieben werden. So zum Beispiel im Bereich Cognitive Services. In diesem Fall werden primär diejenigen Funktionalitäten lokal eingeführt, die effektiv sensitive Daten verarbeiten. Dies im Gegensatz zu Services, bei denen es vor allem um Metadaten oder Nutzungsmuster geht. Wer die Einschränkungen detaillierter verstehen will, ist mit dieser Website gut bedient: http://azuredatacentermap.azurewebsites.net/

Wo stehen die Data Center?

Es werden zwei Azure Regionen aufgebaut: «Switzerland North» im Grossraum Zürich und «Switzerland West» im Grossraum Genf. Aus Sicherheitsgründen kommentiert Microsoft den genauen Standort nicht. Generell kann man sagen, dass die Standorte der Datencenter sehr sorgfältig ausgewählt wurden. Dies, um den hohen Anforderungen von Microsoft gerecht zu werden. Zudem werden die Datencenter bewusst ca 200 km voneinander entfernt aufgebaut. Dies vor allem aus Geo-Redundanz Gründen, beispielsweise für Disaster Recovery Szenarien.

Gibt es Unterschiede zwischen den Schweizer Locations? Sind gewisse Services nur in einem Data Center verfügbar?

Zum Launch werden die Datencenter dieselben Dienste anbieten, auch um den Kunden die Möglichkeit für «Azure geo-redundant storage» (GRS) zu bieten. Danach werden gewisse Services hauptsächlich in «Switzerland North» eingeführt. Bei SaaS Lösungen wie O365 werden keine Unterschiede bestehen und die Daten laufend gespiegelt.

Wer administriert die Schweizer Data Center?

Durch eine Schweizer Firma, die zu 100 % in Besitz von Microsoft ist. Diese Firma kauft beispielsweise die  Infrastruktur ein (Server, Kabel, Netzwerkgeräte etc.) und beschäftigt lokal rekrutierte Microsoft Mitarbeiter. Diese Kollegen werden auch den Hardware-nahen Betrieb sicherstellen.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Holitscher

Bild von Marc Hollitscher
Dr. Marc Holitscher, National Technology Officer, Mitglied der Geschäftsleitung Microsoft Schweiz

Marc Holitscher arbeitet seit 2005 in verschiedenen Funktionen für Microsoft. Seit Oktober 2018 verantwortet er das Technology Office von Microsoft Schweiz und unterstützt als National Technology Officer ausgewählte Kunden bei der Umsetzung innovativer Geschäftsmodelle sowie in der ganzheitlichen Beurteilung relevanter Chancen und Risiken bei der Adoption von Cloud-basierten Szenarien. Zudem verantwortet Marc Holitscher die Positionierung strategischer Themen wie Cybersecurity oder künstliche Intelligenz bei Entscheidungsträgern im kommerziellen und öffentlichen Bereich.

Nächsten Monat folgt die Fortführung des Interviews zum Thema „Regulierte Industrien: Finanz- und Versicherungsbranche“.

Philipp Egli

Leiter Marketing & Kommunikation

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