Energy Roundtable 2018

Von 13. September 2018 Events, Energie-Branche

Wie Energiedienstleister neuste Technologien und Talente mit der „alten Welt“ zusammenbringen

Führungspersonen des oberen und mittleren Kaders von neun EVUs tauschten am 22. August ihre Erfahrungen aus, um voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu inspirieren sowie persönlich weiterzukommen – unabhängig allfälliger Konkurrenzsituationen. Zum Anlass geladen hat isolutions als dedizierter Microsoft-Partner gemeinsam mit der inpeek ag, einem renommierten SAP-Partner.

Modernste Technologien wie künstliche Intelligenz (KI/AI), Cloud, Business Intelligence (BI), Social Selling, Blockchain etc. eröffnen Energiedienstleistern ganz neue Möglichkeiten für innovative Businessmodelle. Aus diesem Grund bauen Energiedienstleister entsprechende Kompetenzen auf und investieren viel in die Mitarbeiterentwicklung. Durch die heutigen digitalen Möglichkeiten entstehen aber auch neue Anforderungen an Mitarbeitende: Es braucht Menschen, die mit den modernsten Technologien umgehen können (und wollen) und welche, die aus kreativen Ideen neuartiges Business generieren.

Zwischenfrage an Sie: Auf welche Art binden Sie neuste Technologien in der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen ein? Ermöglichen modernste Technologien wirklich neuartige Businessmodelle?

Spürbar wird in naher Zukunft auch die demographische Entwicklung, von welcher insbesondere die EVUs stark betroffen sind: Ein grosser Teil der Entscheidungsträger der Branche wird in den nächsten Jahren pensioniert. Wollen EVUs neben der Grundversorgung langfristig erfolgreiche neue Businessmodelle etablieren, ist zusätzlich zur Entwicklung bestehender Mitarbeitender eine bedeutende Anzahl neuer Talente notwendig – Mitarbeitende mit anderen Kompetenzen, beispielsweise solche, die ausschliesslich die neusten Technologien kennen. Der Wettbewerb um Talente, namentlich die «Digital Natives», hat längst begonnen. Es ist eine grosse Herausforderung, diese Art von Mitarbeitenden zu gewinnen, zu halten und so zu integrieren, dass ihr Potenzial bestmöglich genutzt werden kann. Denn sie sind diejenigen, welche in ein paar Jahren die Konzerne leiten.

Zwischenfrage an Sie: Welchen Einfluss haben «Digital Natives» heute auf die längerfristigen Entscheidungen in Ihrem EVU? Auf welche Art werden «Digital Natives» heute in Ihrer Geschäftsleitung einbezogen?

Ein zentraler Schlüsselfaktor ist die Kultur eines Unternehmens. Der Kulturwandel in den EVUs ist ein grosses Thema und er verlangt von den Führungspersonen viel. Es gilt, die «beiden Welten», die analoge wie auch die digitale, zusammen zu bringen und gemeinsam zu entwickeln – in einer Geschwindigkeit, welche dem Puls des Marktes entspricht, Innovation fördert und dabei die Mitarbeitenden mit auf die Reise nimmt. Dabei werden Kompetenzen in Technologien aufgebaut, die sich im Zweijahrestakt grundlegend verändern. Klar, dass sich intern Widerstände ergeben und zwar sowohl seitens des seit langem Bewährten gegenüber dem agilen Modernen respektive Neuen, als auch umgekehrt. Diesen Widerständen differenziert zu begegnen und die Menschen trotzdem zu gewinnen und zu begeistern, stellt hohe Anforderungen an die Führungspersonen. Führungspersonen haben heute so viele heterogene Teams und Themen in einem Takt und Druck wie nie zuvor.

Zwischenfrage an Sie: Welche Strategie haben Sie, um Mitarbeitende der «alten Welt» mit auf die Reise zu nehmen und welche, um neue Talente nachhaltig zu integrieren?

In dieser hoch anspruchsvollen Form von Change-Management und Führung wird es nötig, sich wieder auf absolute Grundwerte zu besinnen. Beispielsweise, dass der Mensch mit seinen Bedürfnissen im Zentrum steht, die Führungsperson Mitmenschen mag und echtes Interesse am Gegenüber hat. Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, wird es einfacher, gemeinsame Ziele zu erreichen. Führungspersonen müssen eine Atmosphäre schaffen, in der sich Menschen entfalten und leistungsfähig sind – eine authentische Beziehung zu den Mitarbeitenden, welche Sicherheit und Vertrauen nährt.


Zwischenfrage an Sie: Wie denken und führen Ihre Führungskräfte? Hat echte Innovation, Querdenken und konsequente Diversität Platz in Ihrem EVU?

Digitalisierung ist schliesslich nur ein weiterer Grund für Menschen, neue Möglichkeiten zu nutzen und sich an Neues zu gewöhnen. Damit die Digitalisierung nachhaltig einen Businessnutzen zulässt, ist die Unternehmensführung stark gefordert, denn es ist keinesfalls «nur» ein IT-Thema. Abschliessend folgende Gedankenanstösse:

  1. Integrieren Sie die richtigen, neuen Talente in der optimalen Durchmischung in bestehende Teams.
  2. Die bestehenden und die neuen Mitarbeitenden müssen ihre Stärken entfalten und einbringen können.
  3. Digitalisierung ist nie Selbstzweck, sondern bringt zusätzliches Business oder hilft, mit weniger Aufwand mehr zu erreichen.
  4. Alle Beteiligten müssen den Nutzen der Digitalisierung verstehen und in der Umsetzung begleitet werden.
  5. Die Führungspersonen aller Ebenen, d.h. inklusive und insbesondere CEO/GL, müssen den Rahmen für den Kulturwandel schaffen, den Wandel vorleben, laufend kommunizieren und konsequent einfordern.

Bei Fragen oder Anmerkungen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung. Zögern Sie nicht mich zu kontaktieren.

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